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| Archiv 1a: |
>Der Text dieser Website wird laufend aktualisiert!
>(entsprechend weiterer Recherchen und Gesprächen mit Zeitzeugen)
> Personen, die in der Namensliste kursiv dargestellt sind,
>haben in den 30er-Jahren nicht mehr in Groß-Karben gewohnt!
Dank der intensiven Unterstützung von >
Frau Monica Kingreen,>
Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt. >
konnten die uns vorliegenden Unterlagen >
entsprechend vervollständigt werden. >
Kennzeichnung: (MK). >
Die Angaben über die Internierung im KZ Buchenwald hat uns >
das Thüringische Staatsarchiv, Weimar >
zur Verfügung gestellt. >
Bei den Recherchen über Deportationen aus Frankfurt >
hat uns Herrn Michael Lenarz, >
Jüdisches Museum, Frankfurt/M geholfen. >
Kennzeichnung: (ML), >
Die Angaben über Eintragungen in >
Hausstandsbüchern der Stadt Frankfurt/M >
haben wir von Frau Sigrid Kämpfer >
Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt/M erhalten. >
Kennzeichnung: (SK). >
Bei der Ermittlung von Geburtsdaten und Familienzusammenhängen hat uns >
Herr Schnitzer, Standesamt Karben, >
in zahlreichen Fällen unterstützt. >
Frau Erika Schade, Stadtverwaltung Karben, >
hat dankenswerterweise mit zahlreichen Daten >
zur Komplettierung der folgenden Aufstellung beigetragen. >
Kennzeichnung: (ES). >
Weitere Ergänzungen haben wir der Website >
www.yadvashem.org entnommen >
Kennzeichnung: (YV) >
und dem Gedenkbuch des Bundesarchivs >
Kennzeichnung: (BG). >
und dem Joods Museum van Deportatie en Verzet>
B-2800 Mechelen>
Kennzeichnung: (JDWM)>
Der Hinweis "verzogen" ist lediglich Meldekarten entnommen und
muss im Zusammenhang mit der Terrorwelle gesehen werden,
zu der es ab Mitte der 1930er Jahre
- besonders im ländlichen Raum - gekommen ist.
Frau Monica Kingreen,>
Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt. >
konnten die uns vorliegenden Unterlagen >
entsprechend vervollständigt werden. >
Kennzeichnung: (MK). >
Die Angaben über die Internierung im KZ Buchenwald hat uns >
das Thüringische Staatsarchiv, Weimar >
zur Verfügung gestellt. >
Bei den Recherchen über Deportationen aus Frankfurt >
hat uns Herrn Michael Lenarz, >
Jüdisches Museum, Frankfurt/M geholfen. >
Kennzeichnung: (ML), >
Die Angaben über Eintragungen in >
Hausstandsbüchern der Stadt Frankfurt/M >
haben wir von Frau Sigrid Kämpfer >
Institut für Stadtgeschichte, Frankfurt/M erhalten. >
Kennzeichnung: (SK). >
Bei der Ermittlung von Geburtsdaten und Familienzusammenhängen hat uns >
Herr Schnitzer, Standesamt Karben, >
in zahlreichen Fällen unterstützt. >
Frau Erika Schade, Stadtverwaltung Karben, >
hat dankenswerterweise mit zahlreichen Daten >
zur Komplettierung der folgenden Aufstellung beigetragen. >
Kennzeichnung: (ES). >
Weitere Ergänzungen haben wir der Website >
www.yadvashem.org entnommen >
Kennzeichnung: (YV) >
und dem Gedenkbuch des Bundesarchivs >
Kennzeichnung: (BG). >
und dem Joods Museum van Deportatie en Verzet>
B-2800 Mechelen>
Kennzeichnung: (JDWM)>
Stolpersteinverlegung am 04.11.07
Kennzeichnung:
Stolpersteinverlegung am 23.04.08
Kennzeichnung:
Stolpersteinverlegung am 14.02.09
Kennzeichnung:
Stolpersteinverlegung am 13.10.10
Kennzeichnung:
Für die freundliche Genehmigung, |
Die Mikwe ist ein rituelles Tauchbad.
Sie
dient nicht der körperlichen
Hygiene.
(mehr über Mikwe: hier anklicken)
Bahnhofstraße 4
Grünebaum, Abraham II, (geb am 21.10.1829), Inhaber der Fa. Abraham Grünebaum Söhne (später waren seine Söhne Abraham (Bahnhofstraße 51) und Moses zusammen Inhaber der Firma), 1883 wird ihm der Bau einer Scheune genehmigt. 1891 erhält er die Genehmigung mit Branntwein und Spiritus zu handeln.
Er war Vorsitzender der jüdischen gemeinde in Groß-Karben (Eine Ausschreibeung des Lehrers, Vorsängers und Schächters der jüd. Gemeinde aus dem Jahr 1864 wurde von ihm unterzeichnet. Quelle: Alemannia Judaica,Groß-Karben,Synagoge)
>>> Verstarb am 18.6.1905 und wurde auf dem Friedhof in in Groß-Karben beerdigt.
Grünebaum, Mina, (geb am 4.5.1831 in Bönstadt), Ehefrau von Abraham II.
>>> Verstarb am 19.2.1893 und wurde auf dem Friedhof in in Groß-Karben beerdigt.
Grünebaum, Abraham,
Sohn von Abraham II und Mina: siehe Bahnhofstraße 51
Grünebaum, Moses, (geb am 9.7.1859),
Sohn von Abraham II und Mina,
war nach dem Tod seines Vaters (1905) zusammen mit seinem Bruder Abraham (Bahnhofstraße 51) Inhaber der Firma Abraham Grünebaum Söhne (nach seinem Tod führte sein Bruder Abraham die Firma allein weiter.
>>> Verstorben am 14.1.1916 und wurde auf Groß-Karbener Friedhof beerdigt.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Grünebaum, Adelheid, (geb am 23.1.1867 in ?),
seine Ehefrau.
>>> Am 6.12.1938 nach Hamburg Altona verzogen und soll dort verstorben sein.
Konkrete Hinweise gibt es aber nicht.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Grünebaum, Lili (unter BG und YV siehe Lilli), (geb am 1.2.1906 in Groß-Karben),
Tochter von Moses und Adelheid.
>>> Mit Mutter am 6.12.1938 nach Hamburg Altona verzogen.
Am 25. Oktober 1941 von Hamburg in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz) deportiert und ermordet (BG).
Geschichte des Ghettos Lodz, Chronologie > hier
Information über Vern.lager Chelmno (60 km von Lodz entfernt) > hier
Grünebaum, Theo, (geb am 27.7.1897 in Groß-Karben),
Sohn von Moses und Adelheid
>>> am 15.4.1937 nach nach Ffm, Brückenstraße 26 verzogen, von da nach New York emigriert, dort kurz danach gestorben.
Grünebaum, Irma, (geb am 25.5.1902 in Groß-Karben),
Tochter von Moses und Adelheid.
>>>
Sie war mit dem Christen Friedrich Hirschmann verheiratet. Das mag der
Grund dafür gewesen sein, dass sie mit ihrer Tochter Ingeborg (später
verh. Zimmermann) die Nazizeit in der Bleichstraße in Frankfurt
überlebt hat.
Als ihre Wohnung in Frankfurt am bei einem
Bombebangriff zerstört wurde, flüchtete sie mit ihrer Tochter am 14.
März 1945 nach Petterweil, wo sie dann von den Familien Hess und
Leichner in der Hofreite Leichner versteckt wurden. Frau Hirschmann
lebt nicht mehr. Ihre Tochter wohnt im Großraum Ffm.
Dokumentation "Spurensicherung: Die Nazizeit in Petterweil",
Bund der Pfadfinder (BdP), Stamm graue Adler,
Aug 1982 entnommen)
Grünebaum, Else, (geb am ? in ?),
Tochter von Moses und Adelheid.
>>>
war mit Alwin Berkowitz verheiratet, der am 17.5.1959 in den USA
verstorben ist (siehe auch Burg-Gräfenröder Straße 22).
Grünebaum, Minna.
Grünebaum, Hedwig.
Grünebaum, Greta.
Grünebaum, Arthur.
Grünebaum, Siegmund.
>>>
Über diese Kinder von Moses und Adelheid gibt es bisher keine weiteren
Kenntnisse. Es scheint nur festzustehen, dass alle vor 1930 aus
Groß-Karben verzogen sind.
_____________________________________________________________________________
Bahnhofstraße 5
Kulb, Isidor II, (geb am ? in ?),
Reisender, wohnte um 1907 unter der angegebenen Adresse.
>>> ?
Kulb, Klara, geborene Strauss (geb am 21.12.1864 in ?),
war bei ihrem Bruder Ferdinand Strauss in der Bahnhofstraße 9 mit dem Verkauf von Tabakwaren beschäftigt.
>>>Am 24.6.1938 in Frankfurt (M) verstorben.
_____________________________________________________________________________
Bahnhofstraße 6
Grünebaum, Markus, (geb am 23.9.1856 in ?),
Sohn von Abraham I und Mina Grünebaum, geborene Haas*,, Bahnhofstraße 4.
>>>
Er war nach dem Tod seines Vaters Abraham G. (Bahnhofstr.4) zusammen
mit seinem Bruder Moses G. (Bahnhofstr.4), Inhaber der Firma Abraham
Grünebaum Söhne. Er starb am 26.7.1910 und ist auf dem jüdischen
Friedhof in Groß-Karben* beerdigt (*ES).
Grünebaum, Hilde, geborene Strauß*, (geb am 23.3.1859 in Büdesheim),
(Ehefrau (Witwe) von Markus Grünebaum).
>>> Am 26.7.1936 in Büdesheim verstorben (*ES)
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Grünebaum, Moritz (geb am 24.4.1889 in Groß-Karben),
Sohn von Markus und Hilde, Vertreter, war Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Karben.
>>> Am 18.3.1936 nach Frankfurt(M), Liebigstraße. 11 "verzogen" (geflohen!).
Von
Juli 1938 bis 27. Okt. 1938 unter der (Häftlingsnummer 5016) im KZ
Buchenwald interniert. Am 12. November 1938 (nach Pogrom) bis zum 12.
Dezember 1938 erneut im KZ Buchenwald (Häftlingsnummer 29275)
interniert. Informationen zum KZ Buchenwald > hier
Im Mai 1939 (Volkszählung!) wohnte er in der Westendstraße
89.
Am
19.(20).10.1941 aus der Frankfurter Wohnung in der Wolfgangstraße 4
(Fußmarsch zum Großmarkt) in das Ghetto Litzmannstadt (Lodz), Sperbergasse 22,
verschleppt und am 4. Mai 1942 ermordet. (MK, BG).
Am 4. Mai 1942 gab es einen als "Aussiedlung" getarnten Transport vom Ghetto Lodz in das Vernichtungslager Chelmo! Inwieweit es hier einen Zusammenhang mit dem Sterbedatum Moritz Grünebaum gibt, ist nicht bekannt.
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Bahnhofstraße 9
Strauss, Ferdinand, (geb am 7.1.1877 in ?),
Getreide-Grosshandel, Ferdche.
>>> Am 8.8. 1938 nach Frankfurt (M) verzogen und von da aus in die USA ausgewandert, am 11.4.1958 verstorben.
Strauss, Lina, (geb am 12.1.1873 in Kleinheubach),
seine Ehefrau.
>>> 1938 in die USA ausgewandert, am 31.10.1943 in New York verstorben.
Strauss, Siegfried, Sigges, (geb am 24.4.1907 in Groß-Karben),
beider Sohn, Mitglied beim SV 1920 Groß-Karben.
>>> 1938 in die USA ausgewandert, am 17.10.1975 verstorben.
Kulb, Lieselotte, (geb am 8.2.1920 in ?),
Nichte von Ferdinand (die Eltern Isidor Kulb und Klara Kulb, geb. Strauss, wohnten in der Bahnhofstraße 5) wurde von ihm großgezogen.
>>> Am 8.8.1938 nach Frankfurt (M) verzogen und von da aus in die USA ausgewandert und lebt heute in Florida und heißt: Meyer.
Bahnhofstraße 20
Grünebaum,
Max, Spitzname: Deiches Max, (geb am 11.3 1871 in ?), Kartoffelhandel,
stammt aus dem Haus Schulstraße 1, Bruder von Michael, Lina, Sophie und
Emilie Grünebaum (siehe Parkstr.1)
>>> Am 10.6.1934 verstorben.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Grünebaum, Rosa, geborene Oppenheimer, (geb am 23.11.1883 in Kleinheubach), seine Ehefrau,
>>> Am 8.12.1938 (nach November-Pogrom) mit ihrer Tochter Beate nach Würzburg geflohen und am 29. November 1941 von Würzburg über Nürnberg nach Riga-Jungfernhof, Außenlager Ghetto Riga, deportiert und ermordet worden.
(Quelle: - Bundesarchiv sowie
-
"Buch der Erinnerung". Die ins Baltikum deportierten deutschen,
österreichischen und tschechoslowakischen Juden. Bearbeitet von
Wolfgang Scheffler und Diana Schulle. Hrsg. vom Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e. V. und dem "Riga-Komitee der deutschen Städte"
gem. mit der Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum" und der
Gedenkstätte "Haus der Wannsee-Konferenz". München: Saur 2003. 2 Bde.
-
Reiner Strätz: Biographisches Handbuch Würzburger Juden 1900-1945.
Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg Band 4, I-II, Würzburg
1989. Sie verweisen auf Unterlagen im Staatsarchiv Würzburg, Gestapo
Würzburg 18874, Bl. 9-21, 55-56.
- Außerdem teilte der Internationale Suchdienst in Bad Arolsen ebenfalls den Deportationsort Riga mit)
Information über Ghetto Riga > hier
Information über Deportation vom 29.11.41 ab Nürnberg >hier
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Grünebaum, Beate, Blanka,
(Foto: Sammlung Biermann)
(geb am 27.9.1910 in Groß-Karben),
>>> Am 8.12.1938 (nach November-Pogrom) mit ihrer Mutter Rosa nach Würzburg geflohen und am 29. November 1941 von Würzburg über Nürnberg nach Riga-Jungfernhof, Außenlager Ghetto Riga, deportiert und ermordet worden (Quelle: siehe Mutter Rosa Grünebaum)
______________________________________________________________________
Bahnhofstraße 22
Gerbig, Lina, geborene Kahn (geb 6.2.1883
in Frankfurt),
Ehefrau von Karl Gerbig, war mit dem Christen Karl Gerbig verheiratet, der in der
Burg-Gräfenröder-Straße 15 ein Friseurgeschäft hatte.
>>>Sie waren nach dem 1.
Weltkrieg in Groß-Karben zugezogen, wohnten in der Wächtergasse 2 und
hatten eine Tochter. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges zogen sie in die
Bahnhofstrasse 22, wo auch das Friseurgeschäft fortgeführt wurde.
>>>Lina Gerbig hatte sich nach ihrer Hochzeit im Jahre 1909 (evangelisch) taufen lassen. Dennoch galt sie gemäß der "Nürnberger Gesetze" ab 1935 als Jüdin und erhielt deshalb auch nur die reduzierten mit einem "J" gekennzeichneten Lebensmittelmarken. Am 15.2.1945 sollte sie (zusammen mit Bella Vogt in der Bahnhofstraße 31 gegenüber) in das Ghetto Theresienstadt verschleppt werden, was aber ihr Gesundheitszustand (ärztliches Attest) nicht mehr erlaubte (Quelle: Hess.Staatsarchiv Darmstadt H45 FB 296).
Sie starb 1962 in Groß-Karben
und wurde auf dem (christlichen) Friedhof in Gr.-Karben begraben (siehe auch
Burg-Gräfenröder-Sraße 15).
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Bahnhofstraße 24
Ross (nicht Roß!), Abraham, Spitzname: Albert (geb am 21.10.1871 in ?),
Spezereihandlung.
wohnte um 1907 unter der angegebenen Adresse,
>>> Am 30.1.1909 verstorben und auf dem jüd. Friedhof in Groß-Karben begraben.
Ross, Settchen, (geb am 1.8.1869 in Wölfersheim),
seine Ehefrau.
>>> Am 29.1.1936 verstorben und auf dem jüd. Friedhof in Groß-Karben begraben.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Ross, Julius, (geb am 28.11.1897 in Groß-Karben),
selbständiger Kaufmann.
>>>
Vom 22.3. bis 22.4.1934 Internierung (über Amtsgerichtsgefängnis
Friedberg) zusammen mit Sally Braun (Burg-Gräfenröder Straße 20) im KZ Osthofen. Vom 12. November 1938 (nach Pogrom) bis 1. Dezember 1938 Internierung im KZ Buchenwald.
Informationen zum KZ Osthofen > hier
Informationen zum KZ Buchenwald > hier
Am 25.4.1939 nach Frankfurt (M) "verzogen" (geflohen!).
Am 22. November 1941 mit seiner Frau und der 13-jährigen Tochter Ilse
aus der Wohnung in der Hölderlinstraße 27 nach Kaunas verschleppt und
dort sofort nach Ankunft am 25.11.1941 im Fort IX erschossen (MK, BG).
Urspünglich soll der Transport vom 22. November 1941, einem Freitag, nach Riga gehen. Doch wegen Überfüllung des dortigen Ghettos wird er in das litauische Kowno (Kaunas) umgeleitet, wo der Zug am 24. November 1941 eintrifft. Vom Bahnhof müssen die Verschleppten durch die Stadt und das im Juli 1941 errichtete Ghetto sechs Kilometer zum Fort IX laufen. Dort waren einen Monat vorher mehr als 10 000 litauische Juden erschossen worden. In der ehemaligen Befestigungsanlage besteht seit dem ersten Weltkrieg ein Gefängnis. Die Verschleppten verbringen die Nacht in den Zellen. Man sagt Ihnen, sie würden im Ghetto Kowno untergebracht. Am 25. November 1941 zwingen Bewacher die Menschen in Gruppen von etwa 80 Personen zunächst zum „Morgensport“ in die eiskalte Luft. Im Dauerlauf müssen sie in bereits von russischen Kriegsgefangenen ausgehobene Gruben außerhalb der Umfassungsmauer des Forts laufen. Plötzlich eröffnen in den bewaldeten Hügeln versteckte Schützen das Feuer aus Maschinengewehren. Keiner der aus Frankfurt Verschleppten entgeht diesem Massaker des Einsatzkommandos 3. Ohne Kontrolle, ob die Opfer tatsächlich tot sind, werden die Gruben zugeschüttet. Leicht oder gar nicht Verletzte werden lebendig begraben. Bei dem Massaker im November 1941 werden erstmals alle Verschleppten eines Transportes aus Deutschland ermordet. (aus "und keiner hat für uns Kaddisch gesagt..." Deportationen aus Frankfurt: Stroemfeld-Verlag) |
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Ross, Flora, geborene Frank, (geb am 21.4.1903 in König, heute Bad K.),
seine Ehefrau.
>>> Am 25.4.1939 nach Frankfurt (M) "verzogen" (geflohen!).
Am 22. November 1941 mit ihrem Mann und der 13-jährigen Tochter Ilse
aus der Wohnung in der Hölderlinstraße 27 nach Kaunas verschleppt und dort sofort nach Ankunft am 25.11.1941 im Fort IX erschossen (MK, BG).
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Ross, Albert,
(Foto: Sammlung Weigand)
(geb am 15.11.1925 in Groß-Karben), beider Sohn.
>>> War Schulkamerad von Helmut Weigand (siehe Foto aus dem Jahr 1935 der Geburtsjahrgänge 1925/26/27).

(Foto: Sammlung Weigand)
Anlässlich der "Tage der Begegnung" (700 Jahr Feier) im Jahr 1993 besuchte (er mit seiner Frau) sein Heimatdorf Groß-Karben.
Albert Ross starb im September 1999. Er
hinterlässt Frau und Sohn (Chaim?).
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Ross, Ilse, Nannchen,
(Foto: Sammlung Weigand)
(geb am 16.1.1928 in Groß-Karben), beider Tochter (Foto: Einschulung 1935).
>>> Am 25.4.1939 nach Frankfurt (M) "verzogen" (geflohen!).
Am 22. November 1941 mit seiner Frau und der 13-jährigen Tochter Ilse
aus der Wohnung in der Hölderlinstraße 27 nach Kaunas verschleppt und dort sofort nach Ankunft am 25.11.1941 im Fort IX erschossen (MK, BG).
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Bahnhofstraße 31
Kahn, Aron II (Aharon II), (geb 28.12.1832 in ?)
Eltern Isaak I und Lea(oder Lena) Kahn geb. Ross.
Vermutlich waren Aron II und der Gastwirt Isaak Kahn II, Burg-Gräfenröder Straße 20, Cousins.
>>> Aron II ist am 1.2.1903 verstorben und auf dem Jüdischen Friedhof in Groß-Karben beerdigt. (ES)
Kahn, Settchen, geb Kahn (!), (geb ?.?.1838? in )
seine Ehefrau
>>> am 19.6.1904 verstorben (lt. Stammbaum Edgar Braun).
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Kahn, Isidor
(geb am 6.12.1861 in Groß-Karben), 
Spengler, Sohn von Aron Kahn II, der ebenfalls Spengler war und auch hier lebte.
>>> Am 15.9.1942 in das Sammellager Darmstadt und von dort am 27.9.42 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort am 28.10.1942 verstorben (YV).
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Vogt, Bella, geborene Levita, (geb am 29.5.1893 in ?),
Nichte von Isidor Kahn.
Wohnte nach ihrer Eheschließung im Jahr 1919 mit dem Reichsbahnbeamten Karl Gottlieb Vogt ( *6.3.1885, † 13.5.1965) im Haus ihres Onkels Isidor Kahn. Wegen ihres
„arischen“ Ehemannes blieb sie zunächst von Repressalien verschont.
>>> Am 14.2.1945 musste sie morgens gegen 5 Uhr gemeinsam mit weiteren "jüdischen Mischehepartnern" aus Nieder-Wöllstadt, die bereits am Vortag von der Groß-Karbener Gendarmerie verhaftet und bei Bella Vogt im Haus eingeschlossen wurden, einen Personenzug nach Frankfurt besteigen, der auch in Vilbel hielt und dort weitere Verhaftete aufnahm (Quelle: Dr. Dieter Wolf, Butzbach).
Alle mussten unter Beleidigungen und Misshandlungen zur Großmarkthalle laufen und abends gegen 19 Uhr an der Viehrampe bereitstehende Güterwagen besteigen, die anschließend mit Ketten verschlossen wurden. Der Zug brachte sie, vorbei am brennenden Dresden, in das Ghetto Theresienstadt. Frau Vogt: "Die Behandlung war weiterhin schlecht, jedoch setzte es wenigstens keine Prügel mehr."
>>> Am 10. Mai (Himmelfahrtstag) 1945 wurden die Verschleppten in Theresienstadt von der Roten Armee befreit. Bella Vogt kehrte jedoch, weil im Lager Typhus ausgebrochen war und unter Quarantäne stand, erst am 26.6.1945 nach Groß Karben zurück. Sie starb in Groß-Karben am 9.11.1977 in Groß-Karben.
Bella Vogt mit Ehemann (Mitte) vor Nr.31
(Foto: Sammlung Weigand)
Bericht der Bella Vogt erblickte als Bella Levita am 29. Mai 1893 das Licht der Welt. Über den Ort ihrer Geburt sowie über ihre Eltern liegen keine Angaben vor. Bella war die Nichte von Isidor Kahn, Spengler aus Groß-Karben. Nach ihrer Hochzeit im Jahr 1919 mit Karl Vogt, der dem christlichen Glauben angehörte und als Beamter bei der Reichsbahn tätig war, zog das Ehepaar zu Bellas allein lebendem Onkel Isidor Kahn nach Groß-Karben in die Bahnhofstraße 31. Das Haus befindet sich gegenüber des Eingangs zum Groß-Kärber Friedhof. Else Lampert (89), geborene Kraft, erinnert sich, dass sie mit ihrer Mutter Anna oft dorthin zum Grab ihres früh verstorbenen Vaters gegangen ist. Als die Mutter beim Verlassen des Friedhofs wieder einmal traurig gewesen sei, habe Bella Vogt Mutter und Tochter Kraft zu sich ins Haus gebeten. So entwickelte sich ein freundschaftlicher Kontakt. Das Ehepaar Vogt und Isidor Kahn – selbst ohne eigene Kinder – verwöhnten die kleine Else. So habe sie ihre ersten Ohrringe von Karl Vogt geschenkt bekommen, erinnert sich Else Lampert, und oft habe sie Isidor Kahn in der Spenglerei-Werkstatt bei der Arbeit zugeschaut. Von Bella Vogt habe sie zum Geburtstag die Gretel aus dem Märchen als Lebkuchen geschenkt bekommen. Bella Vogt erzählte später einmal, sie habe sich «eigentlich nicht als Jüdin» gefühlt und nicht am jüdischen Leben in Groß-Karben teilgenommen. Durch ihre Ehe mit einem Christen blieb sie anfänglich vor Verfolgung verschont. Karl Vogt sei mehrfach gedrängt worden, sich von seiner jüdischen Frau scheiden zu lassen. Aufgrund seiner Weigerung sei er aus der Direktion der Reichsbahn zur Güterabfertigung versetzt worden, berichten Maria Dreßler und Else Lampert. Damit ihr Haus nicht den Nationalsozialisten in die Hände fiel, überschrieben es die Eheleute Vogt im Jahr 1937 an das Ehepaar Dreßler. Paul und Maria Dreßler hatten zuvor bei Arbeiten in Haus und Hof geholfen und zogen nun mit ins Haus ein. Auch das Haus in der Bahnhofstraße 31 blieb entgegen der Befürchtungen der Bewohner in der Pogromnacht unversehrt. Doch vier Jahre später wurde auch Bella Vogts Familie Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung: Am 15. November 1942 wurde Bellas Onkel Isidor Kahn im Alter von 81 Jahren ins Ghetto Theresienstadt verschleppt, wo er vier Wochen später starb. Ab Herbst 1944 wurden offiziell auch jüdische Ehepartner deportiert. So musste Bella Vogt am 14. Februar 1945 am Groß-Kärber Bahnhof in einen Zug nach Frankfurt steigen. Darin saßen weitere, mit Christen verheiratete Juden, etwa Ida Veith aus Nieder-Wöllstadt. Ihr gelang es, Postkarten aus dem Zug zu schmuggeln – aufbewahrt im Stadtarchiv Butzbach –, auf denen sie ihrer Familie letzte Grüße sendet. Während die Fahrt bis Frankfurt im Personenzug statt fand, wurde Bella Vogt von dort aus fünf Tage lang mit 50 anderen Menschen in einem Viehwaggon zusammen gepfercht ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Auf der Fahrt dorthin habe der Zug auf freier Strecke bei Dresden anhalten müssen, erinnern sich Überlebende. Durch die Ritzen des Waggons hätten sie die brennende Stadt Dresden sehen können, berichtete neben anderen Martha Wolf, Großmutter von Dr. Dieter Wolf, Leiter des Museums Butzbach. Bella Vogt war vier Monate im Ghetto Theresienstadt inhaftiert. Nach dessen Befreiung durch die Rote Armee am 8. Mai 1945 kehrte sie am 26. Juni 1945 nach Groß-Karben zurück. Sie zog wieder zu ihrem Ehemann Karl Vogt in das Haus in der Bahnhofstraße 31, in dem sie gemeinsam mit dem Ehepaar Dreßler bis zu ihrem Tod am 9. November 1977 lebte. Bella Vogt wurde auf dem christlichen Friedhof von Groß-Karben beerdigt. |
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(Fotos: Sammlung Weigand/Initiative Stolp.Steine Karben)


Bahnhofstraße 34
Junker, Daniel, (geb am ? in ?),
Spezereihandlg, wohnte um 1907 unter dieser Adresse
>>> ?
Junker, Marianne, geb. Grünebaum (geb ? in ?)
seine Ehefrau
>>> ?
Junker, Antonie, verheiratete Wertheimer (geb am 10.7.1896 in ?)
Tochter von Daniel und Marianne.
>>> Lebte mit ihrem Mann Julius (geb * 04.11.1885 in Friedberg) in Friedberg.
Wurde zusammen mit ihm am 30.9.1942 über Darmstadt in das Vernichtungslager
Treblinka deportiert und ermordet.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Junker, Hugo, (geb am 9.4.1894 in Groß-Karben),
Sohn von Daniel und Marianne,
Metzger und Viehhändler, Kriegsteilnehmer 1914/18 (verwundet).
>>> 1938 wird ihm die Handelserlaubnis entzogen. Vom 12. November 1938
(nach Pogrom) bis 16. Dezember 1938 in das KZ Buchenwald
(Häftlingsnummer 25237) interniert worden.
Am 1.10.1940 mit Ehefrau und Schwiegermutter (Betty Grünebaum, gleiche
Adresse) nach Frankfurt (M) verzogen. Am 19. Oktober 1941 zusammen mit
seiner Frau Rosel aus der Frankfurter Wohnung in der Stegstraße 79 in
das
Ghetto Lodz verschleppt (MK). Er soll dort im Ghetto im "Bleicher Weg 33"
untergebracht und als Sanitäter eingesetzt worden sein (YV).
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Junker, Rosa (Rosalie, Rosi, Rosel) geborene Grünebaum,
(geb am 31.1.1894 in Rendel (BG), Ehefrau von Hugo Junker,
>>>
am 1.10.1940 mit Ehemann und Mutter (Betty Grünebaum, gleiche
Adresse)
nach Frankfurt (M) verzogen. Am 19. Oktober 1941 zusammen mit
ihrem
Mann Hugo aus der Frankfurter Wohnung in der Stegstraße 79 in das
Ghetto Lodz verschleppt (MK). Sie soll dort im "Bleicher Weg 33"
untergebracht worden sein (YV).
Am 19. Oktober 1941 werden jüdischen Familien in Frankfurt am frühen Morgen von SA und Gestapo aufgefordert, jeweils zwei Koffer zu packen und
ihre Heimatstadt sofort zu verlassen. Sie müssen von SA Leuten
eskortiert durch die Stadt zur Großmarkthalle laufen. Entlang des Weges
stehen viele Frankfurter, die sie beschimpfen, bespucken und mit faulem
Gemüse bewerfen. Gegen Mittag erreichen sie die Großmarkthalle. Dort müssen sich die Frauen und Mädchen einer entwürdigenden Leibesvisitation in Anwesenheit von SA- und SS-Männern unterziehen. In der Nacht verlässt ein alter Personenzug mit Einzelabteilen 3. Klasse Frankfurt und erreicht zwei Tage später den Bahnhof Radegast bei Lodz. Das Fahrtziel blieb den Verschleppten bis zur Ankunft unbekannt… Das im jüdischen Armenviertel eingerichtete Ghetto bestand seit Frühjahr 1940. Damals wurden 164.000 Juden aus dem von den Deutschen in Litzmannstadt umbenannten Lodz dort eingepfercht. 1941 und 1942 werden etwa 20.000 Juden aus Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei und Luxemburg sowie 18.500 aus dem Warthegau (Gebiet um Posen und Lodz) in das Ghetto verschleppt. Bis zur Auflösung im Sommer1944 passieren insgesamt circa 204800 Menschen das Ghetto. Von Januar bis Mai 1942 werden 55.000 Juden und 5.000 Sinti und Roma aus Lodz ins nahe gelegene Chelmno deportiert und dort in Gaswagen ermordet, im September 1942 nochmals 20.000 Ghettobewohner, meist Ältere, Kinder und Schwache. 1944 werden die im Ghetto verbliebenen Menschen in die Vernichtungslager Chelmo und Auschwitz verschleppt… (aus "und keiner hat für uns Kaddisch gesagt..." Deportationen aus Frankfurt: Stroemfeld-Verag) |
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Grünebaum, Betty, (geb am 9.5.1868 in Espa),
Schwester von Abraham Grünebaum in der Bahnhofstr. 51, Mutter von Rosa Junker,
>>> am 1.10.1940 nach Frankfurt (M) verzogen. Letzte Adresse in Frankfurt: Jüdisches Altersheim, Rechneigrabenstraße 18/20.
Von dort deportiert am 18.8.1942 mit Transport XII/1 von Frankfurt/M in das Ghetto Theresienstadt und dort am 22.10.42 gestorben (YV).
| Am 18. August 1942 werden 1022 vornehmlich alte Menschen aus Frankfurt (mehr als die Hälfte davon aus den zehn Frankfurter Altenheimen) in das Ghetto Theresienstadt verschleppt. Auch Rabbiner Leopold Neuhaus, Oberkantor Nathan Saretzki und Alfred Weil vom Vorstand der jüdischen Gemeinde befinden sich unter ihnen. Als Sammelstellen dienen die "Gestapo-Haftstätten" Rechneigrabenstraße 18-20 und Hermesweg 5-7. Zum Teil bringt der Leichenwagen der jüdischen Gemeinde die Betroffenen zu diesen Orten. Von hier werden die Menschen auf Last- und Leiterwagen zur Großmarkthalle transportiert, wo hinter dem Ostflügel die Bahnwaggons bereitstehen. Elf Personen sterben bereits während der eintägigen Fahrt. Bei großer Hitze kommt der Zug in Theresienstadt an. Aufzeichnungen eines Häftlings zufolge werden die Frauen nackt inspiziert und nach Wertsachen durchsucht. rt. Nur 17 Verschleppte dieses Transporteserleben erleben im Mai 1945 die Befreiung. (aus "und keiner hat für uns Kaddisch gesagt..." Deportationen aus Frankfurt: Stroemfeld-Verlag) |
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Bahnhofstraße 36
Junker, Moses, (geb am 30.12.1848 in ?),
>>> im Juni 1904 gestorben und auf dem Friedhof in Groß-Karben beerdigt
Junker, Lina, geb. Bermann (geb am 26.8.1862 in ?),
Witwe.
>>> Ist am 31.12.1930 verstorben und auf dem Friedhof in Gr. Karben beerdigt.
Junker, Selme, (geb am 10.6.1890 ?),
Tochter von Moses und Lina.
>>>
Ist nach dem Tod der Mutter nach New York ausgewandert,
das Anwesen
wurde danach vom Bäckermeister Becker übernommen, der
dort nach Umbau
1931 eine Bäckerei betrieb.
Junker, Dina, verheiratete Bendorf (geb 27.3.1889 in G.-Karben),
Tochter von Moses und Lina
>>> Heiratete Josef Bendorf (geb 27.2.1882 in Ober-Ramstadt). Die Familie
wohnte in Ober Ramstadt. Dina und Josef Bendorf wurden am 25.3.1942 in das
Ghetto Piaski verschleppt und ermordet.
Junker, Karola, (geb am 5.6.1891)
Tochter von Moses und Lina
>>>am 27.09.1892 verstorben
Junker, Tonie, (geb ? in ?),
Tochter von Moses und LIna
>>> Soll Ende der 1920er Jahre nach Büdesheim verzogen sein.
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Bahnhofstraße 37
Grünebaum, Isaak, (geb am ? in ?),
Witwer, Spezereihandlung,
wohnte 1907 unter der angegebenen Adresse.
>>> ?
Grünebaum, Moritz, (geb am ? in ?),
Kaufmann,
wohnte 1907 unter der angegebenen Adresse.
>>> ?
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Bahnhofstraße 47
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Kulb, Isidor, (geb am 24.12.1879 in Groß-Karben),
Bruder und Geschäftspartner von Max Kulb (siehe: Heldenberger Str. 14).
"Plötzlich (über Nacht) war die gesamte Familie weg...", so ein Zeitzeuge aus der Nachbarschaft:
>>>Am 24.3.1934 nach Frankfurt verzogen und am 1.12.1934 nach Uruguay ausgewandert. Am 16.9.1960 in Montevideo verstorben.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Kulb, Bertha, geb. Stern (geb am 18.7.1888 in ?),
seine Ehefrau.
"Plötzlich (über Nacht) war die gesamte Familie weg...", so ein Zeitzeuge aus der Nachbarschaft:
>>> Am 24.3.1934 nach Frankfurt verzogen und am 1.12.1934 nach Uruguay ausgewandert. Am 23.3.1966 in Montevideo verstorben.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Kulb, Bella, (geb am 7.12.1913 in Groß-Karben),
beider Tochter.
"Plötzlich (über Nacht) war die gesamte Familie weg...", so ein Zeitzeuge aus der Nachbarschaft:
>>>
Am 24.3.1934 nach Frankfurt verzogen und am 1.12.1934 nach Uruguay
ausgewandert, lebt heute (Stand 1993) zusammen mit ihrem Bruder und
seiner Familie in Montevideo.
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Kulb, Erich, Julius, (geb am 2.12.1922 in Groß-Karben),
beider Sohn.
"Plötzlich (über Nacht) war die gesamte Familie weg...", so ein Zeitzeuge aus der Nachbarschaft:
>>>
Am 24.3.1934 nach Frankfurt verzogen, später nach Holland und 1939 nach
Uruguay ausgewandert, lebt heute (Stand 1993) mit seiner Familie in
Montevideo. Anlässlich der 700 Jahr-Feier im Jahr 1993 besuchte er sein
Heimatdorf Groß-Karben ("Tage der Begegnung").
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Bahnhofstraße 51
Grünebaum, Abraham, (geb am 2.10.1866 in Groß-Karben),
Sohn von Abraham II und Mina Grünebaum, Bahnhofstraße 4,
Bruder von Betty Grünebaum, Bf.str. 34 und Moses Grünebaum, Bf.str. 6.
>>> Ist etwa 1937 an der Parkinson´schen Krankheit in Groß-Karben gestorben.
Grünebaum, Amalie, (geb am 2.11.1864 in ?),
seine Ehefrau.
>>> Am 27.1.1934 in Groß-Karben verstorben
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
(Foto: JDMM, vermutlich nach der Verhaftung 1943)
Grünebaum, Heinrich, (geb am 5.11.1899 in Rendel)
Kaufmann, Sohn von Abraham und Amalie. Heiratete Rosel Strauss am 7. Juli 1929 in Frankfurt (Hochzeitsanzeige >hier)
Die Grünebaums stammten aus Groß-Karben und waren nach Rendel verzogen, kamen jedoch Ende der 20er Jahre nach Groß-Karben zurück und sind
>>> am 25.2.1935 mit Ehefrau und Sohn Berthold nach Frankfurt, Mainstraße 23, verzogen.
>>> Vom 12. November 1938 (nach Pogrom) bis 08. Dezember 1938 in das KZ Buchenwald (Häftlingsnummer: 25238) interniert worden.
>>> Am 15. April 1939 von Hamburg (Hotel PostHorn) nach Belgien geflohen. Sie lebten in Brüssel, Schaerbeek, Rue des Coteaux, 123 und danach Brüssel, Schaerbeek, Rue Roelants, 26 (JDWM)
>>> Am 21.01.1943 verhaftet (Foto oben links) und am 19.4.1943 von Mechelen (Belgien) mit Transport XX* nach Auschwitz deportiert und vermutlich während des Transportes ermordet worden (JDWM, YV, BA).
Die Familie Heinrich Grünebaum wurde in Brüssel am 21/01/1943 verhaftet und nach Mecheln – SS-Sammellager für Juden gebracht. Am 19/04/1943 wurden sie mit Transport XX deportiert . In Auschwitz verliert sich die Spur der Grünebaums. Es gibt keine Stammnummer und auch keine Todesakte. Über Heinrich GRUNEBAUM ist bekannt, dass er bereits während der Deportation gestorben ist, allerdings sind Datum, Umstände und Zeitpunkt nicht bekannt. Über Rosa STRAUSS,
Berthold und Alice GRUNEBAUM wird angenommen, da eine Mutter mit zwei
Kindern im Alter von 3 und 9 Jahren keine Chance hatte, die Selektion zu überleben, alle drei wie
69% der Frauen und Kinder dieses Transports direkt nach Ankunft in
den Gaskammern von Birkenau ermordert wurden. (Information des .Joods Museum van Deportatie en Verzetin B-2800 Mechelen) |
Gedenken an den den Überfall >hier
Gedenkblatt Heinrich Grünebaum (Yad Vashem) > hier
Information über KZ Aschwitz > hier und > hier
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Ehefrau von Heinrich Grünebaum), Hochzeit am 7. Juli 1929 in Frankfurt (Hochzeitsanzeige>hier), Schneiderin.
(Foto: JDMM, vermutlich nach der Verhaftung 1943)Die Grünebaums stammten aus Groß-Karben und waren nach Rendel verzogen, kamen jedoch Ende der 20er Jahre nach Groß-Karben zurück und sind
>>> Am 15. April 1939 von Hamburg (Hotel PostHorn) nach Belgien
geflohen. Sie lebten in Brüssel, Schaerbeek, Rue des Coteaux, 123 und
danach Brüssel, Schaerbeek,
Rue Roelants, 26 (JDWM)
>>> Am 21.01.1943 verhaftet (Foto oben links) und am 19.4.1943 von Mechelen (Belgien) mit Transport XX* nach Auschwitz deportiert und vermutlich wie 69% der Frauen und Kinder dieses Transportes sofort nach der Ankunft in den Gaskammern in Auschwitz Birkenau ermordet worden (JDWM, YV, BA).
Gedenken an den den Überfall >hier
Gedenkblatt Rosa Grünebaum (Yad Vashem) > hier
Information über KZ Auschwitz > hier und > hier
siehe auch unter "Stolpersteine-wo" >hier
Grünebaum, Berthold, (geb am 26.7.1931 in Groß-Karben),
Sohn von Rosa und Heinrich.
>>> Am 25.2.1935 mit den Eltern nach
Frankfurt, Mainstraße 23,
verzogen.
>>> Am 15. April 1939 von Hamburg (Hotel PostHorn) nach Belgien
geflohen. Sie lebten in Brüssel, Schaerbeek, Rue des Coteaux, 123 und
danach Brüssel, Schaerbeek,
Rue Roelants, 26 (JDWM)
>>> Am 21.01.1943 verhaftet und am 19.4.1943 zusammen mit Eltern und Schwester von Mechelen (Belgien) mit Transport XX* nach
Auschwitz deportiert und vermutlich wie 69% der Frauen und Kinder dieses
Transportes sofort nach der Ankunft in den Gaskammern in Auschwitz
Birkenau ermordet worden (JDWM, YV, BA).
Gedenken an den den Überfall >hier
Gedenkblatt Berthold Grünebaum (Yad Vashem) > hier
Information über KZ Auschwitz > hier und > hier
Tochter von Rosa und Heinrich
>>> Am 15. April 1939 von Hamburg (Hotel PostHorn) zusammen mit Eltern und Bruder nach Belgien geflohen. Sie lebten in Brüssel, Schaerbeek, Rue des Coteaux, 123 und danach Brüssel, Schaerbeek, Rue Roelants, 26 (JDWM)
>>> Am 21.01.1943 verhaftet und am 19.4.1943 zusammen mit Eltern und Bruder von Mechelen (Belgien) mit Transport XX* nach Auschwitz deportiert und vermutlich wie 69% der Frauen und Kinder dieses Transportes sofort nach der Ankunft in den Gaskammern in Auschwitz Birkenau ermordet worden (JDWM, YV, BA).
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Helmut Weigand (1925-2005)